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Mit Temperament und viel Schwung

Herbstkonzert des Blasorchesters Markt Feucht in der Reichswaldhalle

Aus der "Nürnberger Zeitung" vom 09.11.2017 | Lokalteil

FEUCHT - Das Konzert mit dem Blasorchester Markt Feucht ist seit Jahren ein Highlight im Feuchter Herbst. Nachdem sich Matthias Dietz nach drei Jahren Orchesterleitung beim letztjährigen Herbstkonzert verabschiedet hatte, konnte man gespannt sein, wie sich seine Nachfolgerin Marlene Roth einführen würde. Das geschah mit Temperament und viel Schwung.

 „Viel Freude an wunderbarer Musik“, wünschten dazu Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht und die stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl, die die Grüße des Landrates und des Nordbayerischen Musikbundes überbrachte. Sehr freuten sich beide über die große Resonanz, denn die Reichswaldhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bereits das zündende Eingangsstück nahm mit seinem Schwung gefangen und legte die Richtung für die folgenden Lieder fest. Mit  „Salemonia“ von Kurt  Gäble (Januar 1953) hatte Roth einen flotten Konzertmarsch ausgewählt,  „ein vierminütiges Feuerwerk der Blasmusik“,  wie es heißt, vom Orchester mit hörbarer Spielfreude und Intensität gespielt. Gäble habe den Marsch zur Eröffnung der Schlossseefestspiele  in Salem komponiert, erklärte Moderatorin Miriam Roth, die charmant und informativ durch das Konzert führte. Das Stück geginnt mit einer Art festlicher Fanfare,  um dann in einen fröhlichen Marsch überzugehen, inklusive einiger kurzer, markanter Einschübe der tiefen Bläser.  Unterschiedliche Stilmittel wie Stimmungswechsel, ein ruhiger Part und ein, an russische Folklore  erinnerndes  Motiv, gestalten ihn sehr abwechslungsreich und interessant.

Auf den Punkt fit präsentierten sich die Musiker und Musikerinnen  um ihre neue Dirigentin, spielten die  anspruchsvollen Stücke exakt und ausdrucksvoll. Sehr gut die Abstimmung untereinander sowie die Dynamik, durch die Lieder und einzelnen Stimmen an Farbe und Leuchtkraft gewannen. Roth ist seit Jahren im Blasorchester Feucht aktiv,  unter anderem baute sie die beiden  Nachwuchsorchester - Jugendblasorchester und Nachwuchsorchester  - auf und unterrichtet die Holzbläser (Klarinette und Saxophon). 

Bewährte Einteilung

Die bewährte Konzerteinteilung  mit traditioneller Blasmusik zu Beginn und späterem Übergang zu modernen Stücken bis Swing behielt sie bei. So folgten anfangs Walzer, Polka und Märsche mit ihren typischen  Nachschlägen aufeinander, erinnerten an Ernst Mosch und seine Egerländer Musikanten. Mit ihren Melodien und ihrer Fröhlichkeit begeisterten diese Arrangements, entführten gedanklich in die Idylle der Berge. Ob „Bozner Bergsteigermarsch“ oder „Dem das Orchester Land Treue“, bei dem das Orchester auch seine Sängerqualitäten bewies  -  es war ein Vergnügen.

Swingen durfte  man später in Erinnerungen an Bert  Kaempfert und bei der Glen Miller Parade. Herrlich auch „Immer Kleiner“ von Adolf Schreiner (Arrangement George S. Howard) vor der Pause, ein humorvolles Orchesterwerk mit Klarinette. Zum Vergnügen aller  zerlegte Klarinettist Francesco Cito das Instrument Stück für Stück bei seinem Solo, spielte auf der immer kleiner werdende Klarinette bis zuletzt nur noch das Mundstück übrig blieb.

Mit Medleys sowie dem Marsch „A good Start“ von Luigi Ghisallo begeisterte der Nachwuchs - sehr schön dabei der Wechsel zwischen den hohen und tiefen Bläsern. Großartig, wie souverän und sicher sich die jungen Musiker dabei präsentierten, mit einer Selbstverständlichkeit, als ob sie ständig auf der Bühne stünden. Mit solchem Nachwuchs zeigt sich das Blasorchester bestens besetzt in den nächsten Jahren.

 

 Der langanhaltende Schlussapplaus bewies: Mit seiner Spielfreude und seinem Können begeisterte das Blasorchester Feucht, zeigte sich mit Marlene Roth am Taktstock in Bestform und in den verschiedenen Genres der Blasmusik daheim.  Und singen können sie auch.  (DOROTHÉE KRÄTZER)

 
 Foto: BMF/privat
 
 

 

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