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Flotter Frühjahrsgruß

Klassik und Pop: Konzert des Jugend- und Blasorchesters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der "Nürnberger Zeitung" vom 26.04.2016 | Lokalteil

FEUCHT – Beim Frühjahrskonzert des Jugend- und Blasorchesters Markt Feucht, das in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis des Marktes Feucht veranstaltet wurde, präsentierten die Musiker unter Leitung von Matthias Dietz und Marlene Roth Melodien aus aller Welt. Leider hatte das nasskalte Wetter offenbar so manchen davon abgehalten, das Konzert zu besuchen.

Das große Blasorchester spielt, laut eigenen Angaben, in der Mittel- bzw. Oberstufe und besteht derzeit aus 30 Musikern. Das Jugendorchester, die 20-köpfige
 Nachwuchsformation, spielt in der Anfänger- bzw. Unterstufe und wird bei Auftritten von einigen älteren Kolleginnen und Kollegen unterstützt.

In einem kurzen Grußwort dankte Cornelia Trinkl, stellvertretende Landrätin und Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, dem Blasorchester für seinen Einsatz, verbunden mit einer kleinen finanziellen Unterstützung.
Musikalisch eröffneten die Musikerinnen und Musiker den Abend mit „Sei uns gegrüßt!“, einer 1844 zum Empfang des sächsischen Königs Friedrich August II. komponierten, kraftvoll-strahlenden Festmusik Richard Wagners. Darauf folgten zwei zeitgenössische Werke, das rhythmisch-flotte „Where eagles soar“ und die symphonische Ouvertüre „Slovenia“, deren Stimmung von elegisch und düster bis zu hymnisch-jubelnd reicht.

Beste Stimmung im Saal

Orchesterleiter Matthias Dietz machte zwischen den Beiträgen kurze Erläuterungen zu den Musikstücken und den Komponisten. So nannte er den „Herzegowina Marsch“ einen der unbekannteren von Julius Fucik, der für seine vielen Märsche bekannt ist. Die Bläser verbreiteten damit beste Stimmung und erinnerten musikalisch an die Kaiserzeit in Wien.

Ein Höhepunkt des Programms war sicherlich die folgende „Second Suite in F“ von Gustav Holst. Die vier Sätze nannte Dietz zwar anspruchsvoll, die Suite sei aber nicht der Technik „geopfert“. Sehr eindringlich und sensibel spielte das Orchester die unterschiedlichen Stimmungen: spritzig, melancholisch-nachdenklich und rhythmisch akzentuiert. Die Bläser überzeugten dabei im Zusammenspiel als Orchester, aber auch in einzelnen Solistenpassagen.

Nach der Pause war dann das Jugendorchester an der Reihe – und die 20 jugendlichen Musiker zeigten, dass sie sich hinter den „Großen“ wahrlich nicht verstecken müssen. Ihre junge Dirigentin Marlene Roth hat in kurzer Zeit ein sehr gut eingespieltes Orchester geformt, das mit Musik aus dem Film „Frozen“, der „West Side Story“ und dem Musical „Grease“ glänzte.  Erstaunlich, auf welch hohem Niveau die jungen Bläser agieren, mit Ernst, aber auch mit großem Einsatz und Freude: Natürlich wollten die Konzertbesucher eine Zugabe und mit dem bekannten „Miss-Marple-Thema“ verabschiedete sich das Jugendblasorchester.

Breites Spektrum

Im letzten Teil des Konzertes unterstrich das Blasorchester noch einmal, welch breites Spektrum es abdeckt und dass es auch mit zeitgenössischen Stücken überzeugen kann.

Bei zwei Nummern von Adele kam die Saxophonistin Miriam Roth ans Mikrophon – und zauberte mit ihrer schönen und kräftigen Stimme ganz andere Klangqualitäten in die Halle – souverän.
Der flott und beschwingt interpretierte Klassiker „Cant’t take my eyes off you“ war schließlich der krönende Abschluss der abwechslungsreichen Programmfolge. Aber nur eigentlich, denn das Publikum belohnte die Musiker mit großem Beifall und forderte Zugabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Jupiter Hymn“ von Gustav Holst zeigte die Formation noch einmal von ihrer „klassischen“ Seite, um dann mit dem „Fliegermarsch“ die Herzen der Marsch-Anhänger noch
einmal höher schlagen zu lassen: Ein fetziger musikalischer Rauswurf in einen leider gar nicht frühlingshaften Abend.

 

Text:  ERICH W. SPIESS
Bilder: BMF/privat

 

 

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